Aufbau eines Onlineunternehmens in der EU

cookIhre Freunde lieben Ihre Kochkünste. „Du solltest Kochen unterrichten!“ Sie möchten jedoch lieber ein Onlineunternehmen aufbauen, um Ihre Kochkurse per E-Learning zu vermarkten.

Aber wo – und vor allem wie – am besten damit anfangen?

Hier sind einige Ideen, die Ihnen dabei helfen, Ihr E-Learning-Unternehmen in der Europäischen Union (EU) auf die Beine zu stellen.

Ihre Ideen

Notieren Sie sich ALLE unternehmensbezogenen Ideen, die Ihnen kommen. Nutzen sie Ihr Smartphone, Ihr Tablet oder ganz einfach Stift und Papier, um Ihre Gedanken festzuhalten und bewahren Sie sie an einem sicheren Ort zur späteren Überarbeitung und Revision auf.

Stellen Sie Ihren Geschäftsplan auf

  • Kapitalanlage: Listen Sie alle Mittel auf, einschließlich der Gelder, die Sie selbst beisteuern, sowie jegliche Fremdzuschüsse und Darlehen.

  • Kosten: Diese Aufstellung wird sich in zwei Sparten gliedern – die bereits bekannten und die erwarteten Aufwendungen für die Anschaffung von Hard- und Software, Beratungskosten, Lizenz- oder Mitgliedschaftsbeiträge, rechtliche Dienste, Kosten für Bearbeitung und Versand, Marketing etc.

  • Budget: Die Aufstellung eines realistischen Budgets vermittelt Ihnen ein Verständnis dafür, wo Sie finanziell zum Beginn Ihrer Unternehmung stehen. Sie sind dadurch auch besser in der Lage, primäre und sekundäre Kosten zu unterscheiden – Produkte und Dienstleistungen, die Sie jetzt gleich benötigen vs. jene, die Sie auf einen späteren Zeitpunkt verschieben können.

  • Ziele: Was soll Ihr Onlinekurs tun/anbieten? Wie groß ist die Zielgruppe, die Sie erreichen wollen? Wer sind Ihre Kunden?

  • Vertrieb: In welcher Form wird Ihr Kurs vermittelt – als Download-PDF, als interaktiver Onlinekurs, in Papierform oder per elektronischem Datenträger, oder gar als Kombination aus all diesen Formen?

Bausteine

  • Die Europäische Kommission verfügt über Online-Publikationen, die Sie durch die einzelnen Schritte der Unternehmensentwicklung innerhalb der EU führen können. Diese Seite sollte der Ausgangspunkt Ihrer Recherche und Planung sein. Neben den individuellen Anforderungen der einzelnen Länder finden Sie dort auch Informationen zu gesonderten Rechtsformen, Informationen zum Schutz des geistigen Eigentums Ihres Produktes, internationale Rechnungslegungsstandards, Mehrwertsteuer, Zölle und mehr.

  • Finanzenverwaltung: Investieren Sie in eine geeignete Finanzmanagement-Software für Privatpersonen oder Kleinunternehmen. Mit derartigen Programmen behalten Sie jederzeit die volle Kontrolle über Ihre Ausgaben und Einnahmen. Zwingen Sie sich selbst dazu, jeden Tag davon Gebrauch zu machen. Youneedabudget.com ist ein entsprechendes, kostengünstiges Programm, das sowohl für Windows als auch für Mac Plattformen verfügbar ist.

  • Testen Sie Ihr Produkt: Probieren Sie Ihren Onlinekurs und Ihre Rezepte aus, bevor Sie sie auf Ihre Webseite stellen. Laden Sie enge Freunde oder Familienmitglieder ein, als Ihre Kurs- und Rezepttester zu fungieren; ihr objektives Feedback wird Ihnen aufzeigen, was davon funktioniert und was nicht.

  • Halten Sie Ihre Webseite möglichst einfach: Beginnen Sie mit ein paar leichten Rezepten und einer kurzen Lehreinheit; sehen Sie sich das Feedback Ihrer Kunden an und verwerfen Sie Lektionen und Rezepte oder strukturieren Sie diese um, wo es angebracht ist. Bauen Sie Schritt für Schritt auf Ihren Erfolgen auf.

  • Beobachten Sie Ihren Markt: Nutzen Sie das Internet, um Ihren potenziellen Markt zu erkunden. Kontakte in sozialen Netzwerken liefern gute Quellen für Ideen und Meinungen; jedes Feedback hilft Ihnen, festzustellen, ob Ihr Onlinekurs starkes Marktpotenzial besitzt.

  • Beobachten Sie die Konkurrenz: Nachforschungen im Internet helfen Ihnen dabei, herauszufinden, wie Sie Ihren Onlinekurs von denen Ihrer Mitstreiter abheben können.

Marketing

  • Entwerfen Sie eine pflegeleichte Webseite: Es gibt kostenlose Dienste im Internet, die Ihnen zunächst einmal bei der Erstellung Ihrer Webseite helfen. Anschließend können Sie je nach Bedarf auch kostenpflichtige Marketing- und Webdesign-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Google bietet ein kostengestaffeltes Programm, mit dem Sie Ihre Webseite kostenlos einrichten können. Mit zunehmendem Wachstum Ihres Unternehmens können Sie zu komplexeren Marketingleistungen und Funktionen upgraden.

  • Entwickeln Sie Mikroprodukte”: Dies sind verkürzte Versionen der auf Ihrer Webseite verfügbaren Lektionen. Filmen Sie eine Mini-Kochlektion und stellen Sie sie auf einer (oder mehreren) der bekannten Videoportalen wie YouTube.com oder DailyMotion.com online. Zuschauer können die komplette Lektion oder das Rezept von Ihrer Webseite kaufen. Podcast-Interviews bieten eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit, Ihr Unternehmen zu bewerben.

Grundlegende Ausstattung, Software und Onlinedienste

  • Ein Computer mit komplettem, aktuellen Microsoft-Betriebssystem und Office-Suite ist ein absolutes Muss. Microsoft und Mac (Macintosh) sind die am weitesten verbreiteten Computer- und Softwaresysteme, durch die Millionen internationaler Unternehmen miteinander interagieren. Ihre Programme werden Ihre computergesteuerten Unternehmensanforderungen fast überall in der Welt unterstützen können. Ihr Computer sollte ebenfalls in der Lage sein, Daten auf CDs oder DVDs zu brennen.

  • Ein zuverlässiges, externes Backup-System. Dazu eignen sich eine externe Festplatte oder Cloud-Dienste. Führen Sie TÄGLICH eine Datensicherung durch. Sie müssen in der Lage sein, Ihre Geschäftsdaten schnell wiederherzustellen, sollte Ihr Computer einmal von einem Virus befallen werden, einen mechanischen Defekt oder ein Softwareproblem erleiden oder schlicht und ergreifend den Geist aufgeben.

  • Nutzen Sie das Web, um nach Softwareprogrammen zu suchen, mit denen sich Online-Lernkurse erstellen lassen. Ein verfügbares Open-Source Programm ist beispielsweise Moogle.

  • Soweit möglich sollten Sie sich ein ausschließlich für berufliche Zwecke genutztes Telefon zulegen.

Was kommt als nächstes?

Informationen bezüglich Marktchancen, Anforderungen, Finanzierung und Zuschüssen variieren von EU-Land zu EU-Land. Aber es gibt eine fast universelle Empfehlung für alle potenziellen Unternehmer:

  • Sofern Sie nicht bereits über große finanzielle Rücklagen verfügen, kündigen Sie auf keinen Fall Ihren derzeitigen Job! Es lässt sich unmöglich abschätzen, wie schnell Ihr Onlinegeschäft ein nachhaltiges Einkommen abwirft. Erst wenn das angesparte Einkommen aus Ihrem Onlinegeschäft ausreicht, um Ihre Lebenshaltungskosten für mindestens ein Jahr abzudecken, können Sie in Betracht ziehen, sich aus Ihrem alten Job zurückzuziehen.

Sie sind sehr mutig. Rufen Sie sich dies immer wieder ins Gedächtnis und zollen Sie sich täglich selbst Anerkennung für Ihren Mut und Ihre Leistungen.

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